Rechtslage und Alltag

Die deutsche Rechtsauffassung sieht leider anders aus als in vielen anderen europäischen Staaten, die mit Fürsorge, Recht und Einsicht zum erkannten Wohl der Kinder bereits das sogenannte paritätische Wechselmodell fest in ihrem Gesetz als Normalfall verankert haben!

Zu diesen gehören bereits Spanien, Griechenland, Italien, Frankreich, Belgien, Tschechien, Slowakei, Dänemark, Schweden und als außereuropäische Länder Norwegen, USA, Kanada, ... .

 

In Deutschland ist es so, dass für den Fall, dass ein Elternteil dem anderen das Kind entziehen möchte, dies meistens durch die Mütter geschieht. Sie versuchen damit Zeit zu schinden, um ihre persönlichen Optionen zu wahren. Unterstützung soll dies mit unberechtigten Anschuldigungen wie „ich habe Angst um mein Kind“ oder „der Vater ist gewalttätig“ finden. Solche Anschuldigungen meistens von Seiten der Mütter werden von Jugendämtern und Familiengerichten gerne aufgenommen, um sich dann auf die Seite der Mütter zu schlagen. Lösen sich diese Anschuldigungen dann später schnell in Rauch auf, wird dies unsanktioniert hingenommen, wobei die Mütter die Zeit allerdings dann für sich voll verbuchen können!

 

Ist ein Kind dem anderen Elternteil erst einmal für Wochen vorenthalten und entfremdet worden, ziehen Jugendämter und Familiengerichte leider folgenden Schluss:

Beide Elternteile sind annähernd gleich geeignet. Da dies so ist und das Kind jetzt allerdings schon seit Wochen z. B. bei der Mutter lebt, warum sollte man dies dann jetzt ändern!

Dies entspreche ja schließlich auch in einem solchen Fall dem sogenannten Wohl des Kindes.

 

Das dies nicht rechtens war (s. §235 StGB) interessiert dann niemanden mehr und das das Kind seiner jahrelangen und vertrauten Umgebung entrissen wurde wird nach Auffassung der Jugendämter und Gerichte durch die im vorgenannten wenigen Wochen damit dann vollständig kompensiert.

Die Weichen für den weiteren Hauptverbleib des Kindes sind somit gestellt.

 

Was in so einem Falle den weiteren Umgang des Vaters betrifft, so muss der Umgang zwischen diesem und dem Kind nach Auffassung der oben genannten Gewerke dann erst einmal wieder „langsam angebahnt werden“, was dann wiederum der Mutter zugute kommt.

Es kann bis zu zwei Jahren dauern, bis der Standardumgang (jedes zweite Wochenende) durchgesetzt werden kann.

 

Bei beidseitig bestehendem Sorgerecht hat der Vater als der eine Elternteil laut Gesetz in allen elementaren Fragen, die das Kind betrifft, vollwertiges Mitspracherecht.

Dazu zählen u. a. die Wahl des Kindergartens und die Auswahl der entsprechenden Schule und Schulform.

Übergeht die Mutter aber nun einfach den Vater und der Vater bringt dies z. B. vor dem Jugendamt oder dem Gericht vor, so wird wie in meinem Fall in keiner Weise dagegen vorgegangen, was wiederum die Kindesmütter zu weiteren Aktionen diesbezüglich ermuntert!