Fallbeispiele:

 

Beispiel 1:

Man stelle sich einen ca. 20 bis 35 jährigen Junggesellen vor mit Durchschnittseinkommen.

Je nach Lebensphilosophie könnte dieser 1 bis 2 mal/Jahr in Urlaub fahren, hätte ein Auto, könnte mit seinen Kumpels am Wochenende etwas unternehmen und er könnte mit den Jahren sich zur späteren Altersabsicherung eventuell auch mal eine kleine bis mittlere Eigentumswohnung leisten.

Nun kommt "die Dame" ins Spiel! Im Anfang ist alles rosig und wunderschön, aber die Statistik sagt leider etwas anderes!

Innerhalb der ersten sieben Ehejahre wird in Deutschland jede dritte Ehe geschieden, Tendenz steigend. Wenn dann aus der in Deutschland unter deutschem Recht geschlossene Ehe gemeinsame Kinder (oder auch uneheliche) hervorgehen und nur ca. 20% der Frauen ihr Kind gegen das Kindeswohl gegen den Ex später instrumentalisieren, so dürfte eine große Anzahl betroffener Väter daraus hervorgehen!

Meint "die Dame" nach einigen Jahren durch einen anderen besser beglückt zu werden, so muss der ehemalige, gut gestellte Junggeselle ohne Kinder dann Kindesunterhalt und ggf. Unterhalt für seine Ex bestreiten. Ohnehin wird versucht, ihm sein Kind(er) zu entfremden oder zu entziehen. Finanziell gesehen könnte er ggf. sogar dann zum sogenannten Sozialfall werden.

 

Beispiel 2:

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben einige Männer dies erkannt und sich rechtzeitig ihre Samenstränge durchtrennen lassen, so das diese sicher sind, keine Kinder mehr zeugen zu können!

 

Beispiel 3:

Ein Verwandter hat ein uneheliches Kind. Seine Ex hat ihn „in der Knute“, sofern er bei seinem Kind in Bezug auf Umgang keine Abstriche hinnehmen möchte.

Er muss quasi einen gewissen Geldbetrag monatlich „anschaffen“, ansonsten wird ihm mit Reduzierung des Umgangs gedroht.

 

  

Sonstige Beiträge:

 

1.) Beitrag aus Fokus online

Seit fünf Jahren gibt es in Deutschland das Kindergeld, doch die Geburtenrate sinkt unaufhörlich. Der Chef der Unionsfraktion Kauder zweifelt deshalb am Sinn des Elterngeldes – und will dessen Wirkung überprüfen lassen.

In der nächsten Legislaturperiode werden wir uns das Elterngeld und seine Wirkung noch mal anschauen müssen“, sagte Kauder der „Süddeutschen Zeitung“. Aus den Reihen der Union war zuvor bemängelt worden, dass Mehrausgaben für Familienleistungen und der Ausbau der Kinderkrippen nicht zwangsläufig zu mehr Kindern führten.

Das Statistische Bundesamt hatte am Montag mitgeteilt, dass die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand in der Geschichte der Bundesrepublik gesunken sei.

(persönlicher Kommentar: Ja woran könnte dies denn wohl noch liegen???)

 

2.) Wechselmodell (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Aktuelle Situation

Weil die klassische Rollenverteilung in den Familien im Wandel begriffen ist, wächst die Zahl der Väter, die in größerem Maße, als dies früher üblich war, bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder mitwirken. Die Mehrzahl solcher Väter möchte dies dann natürlich nach einer Trennung weiterhin tun. Daneben sind insbesondere auch beruflich stark engagierte Mütter geneigt, nach dem Scheitern der Ehe mit dem Ex-Partner eine hälftige Betreuung zu vereinbaren. Aus diesen Gründen wurde das Paritätsmodell bereits in vielen Ländern gesetzlich verankert (z.B. Frankreich, Belgien, Italien, Tschechien, Slowakei, Dänemark, Schweden, Norwegen, Spanien, Griechenland, USA, Kanada und Australien).

In Deutschland steht dieser Schritt noch aus. Ursächlich sind unter anderem Widerstände aus Kreisen der Politik und der Justiz. Erstere befürchtet eine stärkere Inanspruchnahme der Sozialkassen, weil beim Paritätsmodell im Allgemeinen kein oder allenfalls nur sehr geringer Kindesunterhalt gezahlt wird. Des Weiteren muss ein Ergänzungspfleger bestellt werden, wenn ein Elternteil gegenüber dem anderen Unterhalt geltend machen will, sofern nicht ein Elternteil erfolgreich die Alleinentscheidungsbefugnis gemäß § 1628 BGB beantragt. Dies kostet, verglichen mit dem Normalfall der prozesslichen Vertretungsmacht durch den überwiegend betreuenden Elternteil, zusätzliche Zeit und Geld. Deshalb lehnen auch Teile der Justiz das Paritätsmodell ab. Von Befürwortern des Paritätsmodells werden diese finanzpolitischen bzw. spezifisch juristischen Gründe wiederum als kindswohlferne und damit an sich unzulässige Argumente bezeichnet.



3.) Der entsorgte Vater (aus Kino.de)

Dokumentarfilm über Väter, die von ihren Ex-Frauen aus dem Leben ihrer Kinder gedrängt wurden.


persönlicher Kommentar:

Startete im Sommer 2009 in den Kinos, wurde mehrfach im Fernsehen wiederholt (zuletzt auf Arte im Juni 2012).

Hier weinen erwachsene Väter aufgrund der Situation in Deutschland vor laufender Kamera!!!

Ist das nicht eine Schande und extrem beschämend?

 

4.) Wechselmodell gerade bei strittigen Elternteilen (aus WikiMANNia)

Vom OLG Brandenburg (Beschluss 13 UF 41/09 vom 31.03.2010) wurde das Wechselmodell hochstrittigen Eltern ausdrücklich deshalb verordnet, um ihre Kommunikation zu verbessern.

Das KG Berlin betont in seinem Beschluss 13 UF 115/06 vom 21.02.2006 hierzu, im Wechselmodell müssten die Eltern kommunizieren lernen und eine Übertragung der Alleinsorge würde wegen der Aufhebung des rechtlichen Gleichgewichts erhebliche negative Auswirkungen für das Kindeswohl haben, weil sich der Vater dann vor dem Hintergrund, dass ein gleich gutes Verhältnis des Kindes zu beiden Elternteilen vorhanden und sein Alltag von häufigen Kontakten zu Mutter und Vater geprägt ist, als Verlierer fühlen und sich das Verhältnis der Eltern dadurch verschlechtern würde.

Selbst die von verweigernden Gerichten gerne zitierten, abgesehen von Frau Rakete-Dombek vermeintlich ärgsten Gegner des Paritätsmodells, die Herren Fichtner und Salzgeber sagen ausdrücklich, ein [paritätisches] Wechselmodell könne für hochkonflikthafte Eltern sinnvoll sein.

Konservative bzw. reaktionär eingestellte Gerichte vertreten dagegen noch die Auffassung, paritätische Umgangsregelungen könnten nur etabliert werden, wenn "Mutti" damit einverstanden ist.

 

persönlicher Kommentar:

Leider scheinen diese Gerichte noch immer die absolut große Mehrzahl zu sein!

 

Nur ein endlich überfälliges, im deutschen Recht verankertes paritätisches Wechselmodell kann diese Schieflage nachhaltig beseitigen!!!

Werden wir in diesem Falle in Europa das Schlusslicht bilden?

Politik, bitte handelt endlich!!!